|
Geistliches und pädagogisches Konzept
Pädagogisches Konzept
Geistliches Konzept der Georg-Müller-Schule
Zur Namensgebung Unsere Schule trägt den Namen Georg Müllers, eines Mannes, der vielen Vorbild im Glauben an den Herrn Jesus Christus geworden ist. Georg Müller wurde im Jahr 1805 in Kroppenstedt bei Halberstadt geboren. Seine bewusste Hinwendung zu Jesus Christus im Alter von 20 Jahren war der Anfang eines Weges, der für viele zum Segen und zur Wegweisung wurde. Sein Weg führte zunächst nach London und schließlich nach Bristol, wo er seine Lebensaufgabe fand: Mit einer Zweieinhalb-Schilling-Spende begann er die Gründung des ersten Waisenhauses, dem im Lauf der Jahre vier weitere folgten. Später gründete er christliche Schulen, und als Siebzigjähriger begann er ausgedehnte Missionsreisen in Europa, Amerika, Asien, Afrika und Australien. Mehr als sechzig Jahre lang lebte er den Beweis, dass Gott die, die ihn beim Wort nehmen und ihm vertrauen, nicht enttäuscht. Bis in die heutige Zeit ist sein Leben eine Herausforderung für uns, im Sinne von Hebr. 13, 7 den Ausgang seines Wandels anzuschauen und seinen Glauben nachzuahmen.
Geistliches Konzept Die Georg-Müller-Schule Bielefeld (GMS) soll mit Gottes Hilfe als christliche, an die Bibel gebundene Schule geführt werden. Damit ist die Grundlage umrissen, auf der sie stehen soll:
“Mit Gottes Hilfe”: Wir wissen, dass wir von Gott abhängig sind. Er ist Realität: Wir rechnen mit seiner Führung, mit seiner Hilfe, weil wir von seiner Zuneigung zu uns Menschen wissen und sie erfahren haben. Die GMS ist in Verantwortung vor Gott bestrebt, ihre Ziele durch Lehrerinnen und Lehrer zu verwirklichen, die als bekehrte, wiedergeborene Menschen (Joh. 3,5) an die Bibel als das geoffenbarte Wort Gottes und durch den Glauben an Jesus Christus gebunden sind und ein geistliches Leben mit Vorbildcharakter führen (Phil. 4, 9; Kol. 4, 5-6). Die Lehrer und die verantwortlichen Mitarbeiter der GMS sind in verschiedene bibeltreue Gemeinden oder Gemeinschaften eingebunden. In geistlichem Miteinander wollen sie, begleitet von persönlichem und gemeinsamem Gebet, eine Atmosphäre schaffen, in der die Schüler sich wohlfühlen und das Lernen Freude macht. Sie stehen im Austausch miteinander und mit den Eltern der ihnen anvertrauten Kinder.
“Eine christliche Schule”: Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist uns Befreier von aller Schuld vor Gott. Er ist der Herr unseres Lebens geworden und gibt uns eine Perspektive auch über den Tod hinaus. In dieser Schule sollen junge Menschen nach dem biblischen Menschenbild erzogen werden, um ihnen die Möglichkeit zu geben, zum lebendigen Glauben an Jesus Christus zu finden (Joh. 3,16) und zu Persönlichkeiten heranzureifen, die verstehen, dass ihr Leben sich nicht im Irdischen erschöpft, sondern dass ihr Schöpfer ihrem Leben Sinn und Ziel gibt. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen als mündige Menschen in der Verantwortung vor und Abhängigkeit von Gott zu eigenständigen Urteilen über traditionelle und moderne Bildungs- und Kulturgüter gelangen und als verantwortungsbewusste Persönlichkeiten in unserer Gesellschaft handeln.
“Eine an die Bibel gebundene Schule”: Die Bibel bildet die Basis für unser Leben und ist Maßstab, an dem wir unser Denken und Handeln ausrichten. Die Trägerschaft der Schule übernimmt der Trägerverein der Ev. Bekenntnisschule Bielefeld e.V., dem nur bekehrte, wiedergeborene Christen (Joh. 3,5) beitreten können. Er leitet die Schularbeit durch Gebet und Bibel bezogenes tätiges Engagement und sorgt für die Einhaltung der hier und in dem pädagogischen Konzept der Schule bekundeten Absichten. Er wird sich insbesondere bemühen, Veränderungen der Grundposition der GMS, wie sie in der Gründungsphase verstanden wurde, zu verhindern oder - falls eingetreten - rückgängig zu machen.
Zur Offenheit der Schule Grundsätzlich steht die Georg-Müller-Schule allen Kindern und Jugendlichen offen, unabhängig von der nationalen und konfessionellen Zugehörigkeit und dem religiösen, weltanschaulichen oder politischen Bekenntnis ihrer Eltern. Dennoch setzt eine Anmeldung sinnvollerweise voraus, dass die Eltern der Zielsetzung und der erzieherischen Arbeit der Georg-Müller-Schule zustimmen. Nur dann ist auch eine konfliktfreie Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus möglich, die eine notwendige Grundlage für die Förderung der der Schule anvertrauten Jungen und Mädchen ist.
Biblische Grundsätze Die folgenden biblischen Grundsätze als Glaubensgrundlage sind für die Mitglieder des Träger- und Fördervereins, die Lehrer und sonstigen Mitarbeiter der Georg-Müller-Schule verbindlich:
Die Bibel Einzige Autorität und Richtschnur für Leben und Lehre ist die Bibel, das zuverlässige und wahrhaftige Wort Gottes. Sie ist Wahrheit (Joh. 17,17) und zuverlässig (l. Tim. 4, 9 + 10). Wir halten an der durch den Heiligen Geist gegebenen Inspiration des Urtextes der Bibel fest (2. Tim. 3, 16). Von liberaler Theologie und der Betrachtungsweise der historisch-kritischen Methode grenzen wir uns deutlich ab. Wir sind davon überzeugt, dass die Bibel die vollständige Botschaft Gottes an uns Menschen ist, so dass keine weiteren Prophetien notwendig sind.
Gott Gott ist der lebendige Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat (l. Mose 1, 31). Alles, was Gott machte, war sehr gut. Er bezeugt sich dem Menschen in der Schöpfung (Rö. 1, 19 + 20) und offenbart seine Gedanken in der Bibel, dem Wort Gottes. Gott ist nicht nur der Schöpfer und Erhalter der Menschen, sondern auch der Richter, dem die Menschen verantwortlich sind. Gott möchte eine direkte Beziehung zu den Menschen, die durch den Menschen zerstört wurde, wieder ermöglichen. Deswegen sandte er seinen Sohn als Mensch und schaffte durch den Tod Jesu Christi die Grundlage der Versöhnung zwischen Gott und Menschen. “Gott ist für uns... Er hat seinen eigenen Sohn nicht geschont, sondern ihn für uns alle hingegeben... “ (Rö. 8, 31.32). “Gott ist Liebe. Hierin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, auf dass wir durch ihn leben möchten.” (l. Joh. 4, 8.9). So ist Gott der Vater aller, die an seinen Sohn glauben (Johannes 1, 12).
Jesus Christus Grundlage unseres Glaubens und Herr unseres Lebens ist Jesus Christus, der Sohn Gottes. Er ist wahrhaftiger Gott und zugleich wahrer Mensch. Wir glauben, dass er durch den Heiligen Geist gezeugt und von der Jungfrau Maria geboren wurde. Als Mensch lebte er ohne Sünde und im Gehorsam Gott gegenüber und zur Ehre Gottes. Er litt und starb am Kreuz zur Sühnung der Schuld und Sünde der Menschen. Am dritten Tag stand er von den Toten auf und lebt jetzt zurRechten Gottes. Wir erwarten die Wiederkunft unseres lebendigen Herrn (Joh. 14, 3; Apg. 1, 11).
Der Heilige Geist Der Heilige Geist ist eine der drei Personen der göttlichen Dreieinheit (Gott der Vater; Gott der Sohn; Gott der Heilige Geist). Er wohnt in denen, die durch den Glauben an Jesus Christus um die Vergebung ihrer Sünde wissen und dadurch Kinder Gottes geworden sind. Der Geist Gottes wirkt in ihnen “die Frucht des Geistes” (Gal 5, 22). Er macht sie fähig zu einem Leben der Heiligung in der Nachfolge Jesu, im Gehorsam Gott gegenüber und in Verantwortung gegenüber den Mitmenschen. Von schwarmgeistigen, sogenannten “charismatischen” Bestrebungen distanzieren wir uns.
Die Sündhaftigkeit und Erlösungsbedürftigkeit des Menschen Der Mensch wurde im Bild Gottes und zur Gemeinschaft mit ihm geschaffen. Durch den Sündenfall des ersten Menschenpaares und weil wir alle sündigen, sind wir Menschen Sünde und Tod unterworfen und von Gott getrennt (l. Mo 8, 21, Rö 3, 23). In seinem Sohn Jesus Christus macht Gott uns das Angebot der Begnadigung. Nehmen wir es an, gibt er uns ewiges Leben. Lehnen wir es ab, wählen wir die ewige Gottesferne im Getrenntsein von ihm: die Hölle oder ewige Verdammnis. Unsere eigenen Bemühungen können uns nicht in die Gemeinschaft mit Gott zurück bringen, sondern nur das stellvertretende Sterben Jesu Christi am Kreuz.
Glaube, Buße, Bekehrung und Wiedergeburt Gott möchte, dass der Mensch von seinem eigenen Weg zu ihm umkehrt. In der bewussten Hinwendung zu Jesus Christus nimmt der zur Umkehr bereite Mensch für sich in Anspruch, dass Gottes Sohn für ihn am Kreuz gestorben ist. Zur Akzeptanz der Existenz Gottes muss eine klare persönliche Umkehr in Buße zu Gott und die Annahme Christi (Bekehrung) kommen (Apg. 6, 20). Gott antwortet darauf mit der Vergebung aller Schuld, dem Geschenk des neuen Lebens (Wiedergeburt) und der Gabe des Heiligen Geistes.
Heiligung und Nachfolge Echter Glaube zeigt sich nicht nur in einem verbalen Bekenntnis, sondern in der Klarheit einer geheiligten Nachfolge in Wort, Tat und Äußerem. Das persönliche Leben der Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule soll vorbildhaft an biblischen Maßstäben orientiert sein. Unser Ziel ist, das Zusammenleben in geistlicher Weise zu gestalten und in gegenseitiger Wertschätzung und Vergebungsbereitschaft zu leben (Rö 15, 5 - 7). Der Umgang der Lehrer miteinander soll von Offenheit, Korrekturbereitschaft, Annahme der Andersartigkeit, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft gekennzeichnet sein. Die Schüler erkennen am Verhalten der Lehrer untereinander und ihnen gegenüber im Reden und Handeln etwas von der Liebe Gottes zu uns. Die persönliche moralische Lebensführung der Lehrer schließt z.B. das Leben in Homosexualität und in vor- und außerehelichen Beziehungen aus.
|